Individuelles Behandlungsprogramm:

Eine Parodontalbehandlung ist keine Standard-Therapie, sondern immer ein individuell ausgerichteter Behandlungsplan in mehreren Stufen – abhängig vom Schweregrad der Parodontitis und anderen Faktoren. Die Parodontalbehandlung ist notwendig, um das Risiko eines Zahnverlustes zu minimieren – und damit die eigenen Zähne zu erhalten oder bei sehr problematischen Fällen wenigstens die Lebensdauer zu verlängern.

Intensive Vorbehandlung:

Bei Verdacht auf Vorliegen einer Parodontitis wird eine so genannte Vorbehandlung durchgeführt. Sie besteht in der Entfernung des Zahnsteines, der weichen Beläge (Professionelle Zahmreinigung) und sonstiger Reizfaktoren sowie in der Anleitung des Patienten zu richtiger Mundhygiene. Zwei bis drei Wochen nach Abschluss der Vorbehandlung muss der Zahnarzt entscheiden, ob

Komplexe Therapie mit vielen Einzelmaßnahmen:

Stellt sich nach der Vorbehandlung heraus, dass der Patient eine behandlungsbedürftige Parodontitis hat, wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Während der Behandlung werden die Ablagerungen in den Zahnfleischtaschen auf der Wurzeloberfläche der Zähne (Konkremente) und entzündliches Gewebe aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Anschließend werden die Wurzeloberflächen geglättet und das Zahnfleisch eventuell remodelliert, um optimale Voraussetzungen für eine Ausheilung zu schaffen und weiteren Parodontitis-Erkrankungen vorzubeugen.

Moderne Methoden:

Moderne Therapiegeräte für die Parodontal-Behandlung wie zum Beispiel ultraschallbetriebene Instrumente arbeiten heute sehr gewebeschonend. Das Behandlungsspektrum ist allerdings begrenzt. Bei sehr tiefen Zahnfleischtaschen oder schnell wiederkehrenden Entzündungen lassen sich größere parodontal-chirurgische Eingriffe trotzdem nicht vermeiden. So genannte regenerative Verfahren machen es heute sogar möglich, in einigen Fällen verlorene Teile des Zahnhalteapparates zurückzugewinnen. Mit Hilfe von Membranen, Knochenersatzmaterialien und wachstumsfördernden Medikamenten werden hierbei Kieferknochen und Gewebe wieder aufgebaut. Diese Operationen sind zwar aufwändig, sorgen jedoch für eine bessere Taschensituation und höhere Ästhetik, weil der Gewebeverlust verringert wird.

Von großer Bedeutung: Nachuntersuchungen und -behandlung

Regelmäßige Nachuntersuchungen des Patienten nach Abschluss der Behandlung sind wegen der Neigung zu Zahnfleischentzündungen grundsätzlich nötig. Die Nachuntersuchung dient auch dazu, die Mitarbeit des Patienten zu kontrollieren und ihn weiter zu motivieren. Gleichzeitig gibt sie uns die Gelegenheit, lokale Maßnahmen (z. B. Entfernung der harten und weichen Beläge) an einzelnen Zahnhalteapparaten zu wiederholen. Weitere Informationen über dieses Thema können Sie im FAQ-Bereich nachlesen.